
Hier stellen wir Ihnen Veröffentlichungen vor, die auf unseren Arbeiten basieren.
 Als die Orgeln für die Dorfkirchen in Abtshagen (1842) und in Elmenhorst (1870) entstanden, war an Orgelkonzerte nicht gedacht. Dass beide Instrumente dennoch reichere musikalische Möglichkeiten bieten, ist Erbauern zu danken, die ihren künstlerischen Visionen auch unter eingeschränkten Bedingungen treu geblieben sind: Carl August Buchholz und Friedrich Albert Mehmel.
Rudolf Kelber, Organist und Kirchenmusikdirektor an der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg – und nicht zuletzt Initiator der Erforschung und Restaurierung der berühmten Arp-Schnitger-Orgel seiner Kirche – präsentiert zwei der wertvollsten pommerschen Dorforgeln mit einer nicht alltäglichen Musikauswahl, die die Qualität der Instrumente hervorhebt ohne die Orgeln zu überfordern. Ausgewählt hat er unter anderem Bachs kleine Präludien BWV 933-938, von denen er sagt: „Man kennt die ‚Sechs Präludien’ bestenfalls aus der Klavierstunde, aber man kennt sie nicht als Orgelstücke. Dabei sind sie durchaus geeignet, verschiedene Farben einer „Kammerorgel“, wie sie das Abtshagener Instrument darstellt, zur Geltung zu bringen. Musik in vollendeter kleiner Form verbindet sich hier mit einer Palette von wenigen charaktervollen und wohltuenden Grundfarben.“ Anders als die Buchholz-Orgel, die als Instrument der übergangszeit zwischen Klassik und Romantik dem Orgeltyp des Barock noch unüberhörbar nahe steht, bietet sich die kaum dreißig Jahre später entstandene Elmenhorster Mehmel-Orgel eher für ein „romantisches“ Orgelprogramm an, und Rudolf Kelber wählte neben Mendelssohn Stücke von Brahms, Rheinberger und Salomé. |  „Ihrer großen Kirche angemessen, wird diese vor allem in der Gegend sich auszeichnende Orgel an Stärke, Fülle, Schönheit und Mannigfaltigkeit der Disposition, Hinsichts der Quantität und Qualität gewiß den Beifall jedes Kenners haben.“
Dies versprach der Berliner Orgelbauer Johann Simon Buchholz im Jahre 1819 der Kirchgemeinde zu Tribsees in Vorpommern. Den von ihm geplanten Orgelbau hat im Jahre 1831 sein Sohn Carl August Buchholz ausgeführt. Die Tribseeser Buchholz-Orgel ist im Laufe ihres Bestehens mehrmals verändert worden, und dies nicht zu ihrem Vorteil. Mangelnde Pflege in den 60er und 70er Jahren begünstigte den Verfall des Instruments – bis 1994 ein orgelkundiger Gemeindepastor seinen Wert erkannte und sich für die Restaurierung engagierte. Ziel der Arbeit war die Wiederherstellung des Zustandes von 1831, wie er in den im Kirchenarchiv aufbewahrten Akten dokumentiert ist. Die Restaurierung der Tribseeser Buchholz-Orgel hat - nach Jahrzehnten der Missachtung der Instrumente von Buchholz, die im Abriss der Greifswalder Domorgel 1989 ihren fragwürdigen Höhepunkt erreichte - neues Interesse für den bedeutendsten Orgelbauer des 19. Jahrhunderts in Preußen wachgerufen und die außerordentliche künstlerische und musikgeschichtliche Bedeutung seiner Orgeln als eigenständige Zeugnisse des überganges von barocker Tradition zur Romantik ins Blickfeld von Fachleuten und Musikliebhabern gerückt. |
Rudolf Kelber spielt Werke Bach, Franck, Brahms und Salomé an der Carl-August-Buchholz-Orgel zu Abtshagen und an der Mehmel-Orgel zu Elmenhorst audiolis Erhältlich im Pfarramt Elmenhorst und bei unserer Werkstatt | Matthias Eisenberg spielt an der Buchholz-Orgel zu Tribsees Sechs Orgelsonaten op. 65 von Felix Mendelssohn Bartholdy ram 50091 Erhältlich im Fachhandel |
Für Hörbeispiel CD klicken! (.S. Bach. - Fuge C-Dur BWV 953.mp3) 2,24 MB mp3-Datei | | Für Hörbeispiel CD klicken! (Allegro moderato e serioso - 5:19) 4,54 MB mp3-Datei |  |
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Orgeln von: Baer, Baumgarten, Buchholz, Budavary, Dinse, Fischer, Fleischer & Kindermann, Friese, Führer, Geissler, Goebel, Grüneberg, Hammer, Heinze, Hollenbach, Kaltschmidt, Kemper, Knauf, Kreutzbach, Lobbes, Lochmann, Lütkemüller, Mehmel, Nerlich, Noebe, Nussbücker, Ott, Remler, Rühlmann, Sauer, Schrickel, Schulze, Walcker, Weldt